Frohes neues Jahr!
Endlich mal Zeit. Noch habe ich frei und möchte das nutzen. Deswegen hänge ich an meinem hochgelobten MAC und widme mich dem Schnitt diverser liegengebliebener Videos. Meine Frau freut sich, denn sie sieht lieber "meine" Filme als die im Fernsehen. Soweit so gut.
Ich starte (mal wieder) iMovie, da ich für Final Cut noch keine Zeit hatte. Das Programm bedient sich nicht wie zunächst angenommen, ohne ein Einführungshandbuch gelesen zu haben. Aber iMovie ist ja nicht schlecht. Ich werde damit auch immer besser ...
Nachdem ich ein bißchen mit meinen zwei FireWire-Festplatten gespielt habe, überlege ich, ggf. einige erledigte Projekte dort abzulegen. Vielleicht wird die Videobearbeitung dann ja NOCH flotter. Wer weiß. Da ich viele Funktionen - wie bei Windows üblich - erst einmal durch Ausprobieren einübe, klicke ich im Menü BEARBEITEN auf "ALLES AUSWÄHLEN" und warte. Sogar ziemlich lange. Plötzlich stürzt das Programm mit etwas, was man bei Windows vielleicht "Bluescreen" nennen würde, ab. Das wiederhole ich ca. 9 mal (der Report-Generator von MAC OS zählt ja mit). Neustart inbegriffen. Schließlich stelle ich iMovie mit der TimeMachine auf den Stand von vor einer Stunde zurück. Damit, so dachte ich, sollte das Problem ja wohl behoben sein. Aber - nixda! Imovie läßt sich nicht mehr starten und quittiert nach einigen Minuten Wartezeit wieder mit einem unschönen Absturz. Ratlosigkeit macht sich breit ...
Schließlich kommt mir ein Gedanke: Was, wenn das Markieren für die externen Platten einfach zu viel war? Programmfehler kommen schließlich nicht nur bei Microsoft vor. Deswegen ... melde ich mal flott die externen Platten ab. Und ... siehe da! Imovie startet wieder, ich kann das ALLES AUSWÄHLEN umkehren und danach die Platten wieder anmelden. Wer sagt's denn!
Kürzlich las ich einen Artikel eines Umsteigers (Windows auf MAC). Er schrieb sehr treffend: "Bisher war ich kein unglücklicher Windows-Anwender". Er wundert sich in seinem Bericht über den Umstieg bei ihm darüber, daß es in Gesprächen immer wieder zum Thema "Was ist besser - MAC oder Windows?" kommt. Mir ist das relativ klar. Solange Apple mit diesem Cliché wirbt (man sehe sich nur einmal die Werbungen à la 'Hallo ich bin ein Mac/Hallo ich bin ein PC' an.
Und trotzdem: Ich werde meinen MAC nicht abschaffen. Aber ich werde weiterhin nicht in das Lied der hirnlosen Mac-Anhänger einstimmen und die Kisten "in den Himmel" heben. Es ist ein netter Computer. Er ist schnell. Aber das wäre eine Windows-Kiste zu dem Preis auch gewesen. Und eines wird mir immer klarer, so lange ich mit MAC OS arbeite: So muß sich ein anhnungsloser Windows-Anwender fühlen, der nicht weiß, wie sein System funktioniert. Der die meisten Tasten nicht benennen kann oder Symbole einfach nicht findet ("ich hab hier keine Windows-Taste!!"). Doch ich werde es besser machen als die anpassungsunfähigen Dumpfbacken und Innovationsbremsen, mit denen ich beruflich zu tun habe. Ich werde mich in die Materie einarbeiten. Und darin steckt bekanntlich das Wort ARBEIT.
Wohlan!