Da steht er nun auf meinem Schreibtisch und nimmt ganz ordentlich Platz weg: Mein neuer iMac mit dem sagenhaften 27" Monitor. Alles, was mein Mac "unter der Haube" hat, ist quasi hinter seinem riesigen Display versteckt und verrichtet dort seinen Dienst. Was er da genau macht, kann ich als ehemaliger (und beruflich auch weiterhin bekennender) Windows-Anwender nur erahnen: irgendwas, das so ähnlich funktioniert wie ein Mittelding aus Linux und Unix. Oder so.
In diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen notieren. Zum einen, um Mac-Neulingen wie mir diverse Suchereien zu ersparen und mir ein Forum zu bieten, in dem ich alles schön hinterlege, was ich schon gelernt habe. Ich möchte bewußt NICHT diesem Apple-Fieber verfallen "alles am iMac ist genial und wer das Gegenteil behauptet wird aufgefressen". Ich möchte realistisch bleiben.
Steigen wir also ein in die Welt der Vitamine - denn man sagt ja:
An Apple a day keeps the doctor away!
Was ist an den ersten Tagen geschehen?
Am ersten Tag hatte ich recht wenig Zeit für meinen neuen Freund mit den angebissenen Seite. Ich habe ihn lediglich ausgepackt und angeschlossen. Dann schnell mal getestet und mir einen halbwegs merkbaren Benutzernamen samt Passwort zugelegt. Mac OS kannte ich ja schon von meinem "Kleinen" - dem MacMINI, den ich vor drei Jahren im Internet gebraucht ersteigert hatte. Aber das war ja noch "Tiger" - hier haben wir es mit dem Schneeleoparden zu tun. Aber die Bedeutung des Hauptpasswortes war mir noch irgendwie klar.
Natürlich haben wir gerade im Büro personellen Engpass und so ist an einen Tag frei, sozusagen zur "Apfelernte", nicht zu denken. Meinen Kollegen habe ich erst gar nichts verraten; es muß ja nicht jeder wissen, womit ich meine Zeit so verbringe. Was ich in der freien Zeit, die ich dann doch entbehren konnte, so gemacht habe? Nun, herumgespielt, Programme gestartet und geschaut, ob es auch wirklich schneller geht. Ich muß sagen, ich bin froh, daß ich mich letztlich doch gegen den MacPro entschieden habe - ich glaube wirklich, daß ich keinen großen Geschwindigkeitsunterschied gemerkt hätte. Wobei man hier erwähnen sollte, auf welche Bereiche ich tatsächlich Wert lege: Auf die Arbeitsgeschwindigkeit beim ERSTELLEN von Videos, bei Pages und beim allgemeinen Arbeiten mit dem System.
Und da war ich fast schon ein wenig enttäuscht - denn als ich eine alte Pages-Datei öffnete, die ich auf dem MacMini mit der derzeit aktuellen Pages-Version (Testdownload) erstellt habe, war die Geschwindigkeit zwar wesentlich schneller, aber auch nicht extrem flüssig. Als ich einige Bilder im Dokument verschieben wollte, kam mir das eben nicht "pfeilschnell" vor.
Das Handling der Tastatur ist gewöhnungsbedürftig. Ich hatte noch überlegt, ob ich die Bluethooth-Tastatur oder die kabelgebundene Version mit Nummernblock nehmen soll. Die Entscheidung fiel dann auf die kabellose Variante, da sie schicker ist und ich die andere Tastatur schon für den MacMini besorgt hatte. "Die kann ich notfalls immer noch einstöpseln", war mein Argument. Recht so - die Tastatur ist gut und ich schreibe wirklich gut darauf. Was mich lediglich ein wenig irritiert ist die Tatsache, daß durch den fehlenden Nummernblock das Gefühl entsteht, ich hätte die Hände "einfach zu weit links liegen". Ich denke, diesen psychologische Hürde werde ich noch meistern und irgendwann die Finger blind richtig hinlegen.
Begeistert hat mich die Magic-Mouse; dieses Ding ist einfach genial. Zwar war ich nie ein Verfechter von Sondertechniken - aber am Mac scheint die ja Standard zu werden. Und sie sieht wirklich cool aus, ergänzt die Designertastatur super und hat nicht diesen dummen "Knubbel", den man von der Mighty-Mouse kennt. Ich komme klar - auch wenn ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, daß sie selbst bei höchster Empfindlichkeit für meinen Geschmack noch ein wenig "lahm" wirkt. Auch hierfür habe ich eine Alternative: Die Mouse von Logitec, deren DPI-Zahl man verstellen kann und die dann wesentlich kürzere Wege von "links oben" nach "rechts unten" ermöglicht. Aber wie gesagt - in der höchsten Stufe komme ich auch mit der coolen, schönen Magic-Mouse klar.
Ein wenig vermisse ich die ENTF-Taste - die ist der Größe zum Opfer gefallen. Ich werde sehen, ob ich damit auf Dauer zurechtkomme; denn ich möchte auf dem Mac ja auch lange Texte schreiben ...